TV WEILSTETTEN
Aus der Not eine Tugend machen die Handballer des TV Weilstetten Jahr für Jahr. Abgänge wichtiger Leistungsträger nutzen die „Füchse“, um jungen Talenten eine Chance zu geben.
In den vergangenen Jahren mussten die Weilstetter Oberliga-Handballer immer wieder zwischen den Spielzeiten kräftige Umbrüche im Kader bewältigen. So stand oft in erster Linie der Klassenerhalt im württembergischen Oberhaus im Fokus.
Vor dieser Saison blieb die Mannschaft endlich mal weitgehend zusammen – zumindest vorerst. Denn kurz nach dem Rundenstart verabschiedete sich dann Kapitän Daniel Schanz in Richtung Nürnberg, kurz darauf folgte der gerade erst wiedergenesene Youngster Linus Bee, der nach Blaustein wechselte. Und nun, nach einer erfolgreichen ersten Halbserie, müssen die „Füchse“ den Abgang des treffsicheren Linkshänders Tristan Gräber Richtung Mainz verkraften.
Doch der TVW weiß sich zu helfen – und macht aus der Not eine Tugend. Mit Weitsicht verpflichteten die Verantwortlichen im Sommer Marius Forster von der HSG Hossingen-Meßstetten, der auf Rechtsaußen das Gräber-Erbe antreten kann und in der aktuellen Spielzeit schon wichtige Akzente im Oberliga-Team der „Füchse“ setzen konnten. Am Kreis schloss Youngster Simon Gebhardt aus der zweiten Mannschaft die Lücke nach dem Schanz-Abgang. Und im Rückraum sind die Weilstetter – auch dank der JSG-Talentschmiede – ohnehin breit aufgestellt.
„Dass Dani (Schanz, Anm. d. Red.) und Linus (Bee) studienbedingt noch wegfallen könnten, war uns bewusst“, sagt TVW-Coach Felix Euchner. „Das war von der Kaderplanung her natürlich nicht ganz einfach. Es war auch nicht zu erwarten, dass Marius (Forster) auf dem Niveau schon so ein Faktor werden könnte. Er war eigentlich für die zweite Mannschaft eingeplant. Aber verletzungsbedingt war er schon jetzt teilweise unser Stamm-Rechtsaußen und hat das richtig gut gemacht – daher Hut ab.“
So blicken die Weilstetter auf eine starke erste Halbserie zurück. Nach einem guten Saisonstart mit 7:1 Punkten blieben die „Füchse“ zwar fünf Spiele lang ohne Sieg, legten dann aber noch mal drei Erfolge in Serie nach. Das Topspiel beim Primus in Schmiden ging noch verloren, doch der TVW überwintert mit 15:11 Zählern auf einem ordentlichen vierten Platz. „Es waren einige Aufs und Abs“, weiß auch Euchner. „Am Ende ging es wieder aufwärts, was die Jungs sich auch hart erarbeitet haben. Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden – unabhängig von den Ergebnissen.“
Seine Schützlinge hätten sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen, „sondern Probleme identifiziert, Gas gegeben und gemeinsam Wege gefunden“, so Euchner weiter…
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Autor: Daniel Drach
Quelle: ZAK / Schwäbische.de